Chefvolkswirt Aramea Felix Herrmann

Chefvolkswirt der Aramea, Felix Herrmann

Aramea Chefvolkswirt Felix Hermann: „Jerome Powell sagte auch vor wenigen Wochen: Im Nachhinein hätten wir die Zinsen ein Stück weit früher anheben sollen. So nach dem Motto hinterher ist man immer schlauer. Und ich glaube, das ist, was in den Köpfen der Ratsmitglieder der EZB Widerhall findet. Die sehen sich jetzt der gestiegenen Inflationsrate gegenüber. Die Schmerzen wären aber viel größer, wenn die Fed zu lange zuwarten würde. Und auch die EZB wird sich bewegen.“ Stichtag ist der 21. Juli 2022. Weitere Themen: Die Null-Covid-Strategie in China. Shanghai im „Ruhemodus“ – „Der italienische Fiskus brauchte in den letzten Jahren keinen Marktzugang, denn die EZB kaufte alles auf? Wie wird sich das ändern? Italien muss bis 2024 32 % seiner Wirtschaftsleistung refinanzieren. Die EZB arbeitet an einem Backstop.“

Manchester City bzw. das City of Manchester Stadium ist schon da, Nike und Adidas ebenso, und Immobilienmakler reiben sich die Hände, da sie ganz neue Grundstücke zum Verkaufen bekommen. Die Rede ist vom Metaversum, jenem virtuellen Raum in dem wir uns alle – jedenfalls nach Meinung von Mark Zuckerberg – bald bewegen werden. Nun legt der Hamburger Vermögensverwalter ARAMEA Asset Management mit dem ARAMEA METAWORLD den ersten aktiv gemanagten Fonds in Deutschland auf, der ausschließlich in Unternehmen investiert, die sich mit dem Auf- und Ausbau des Metaversums beschäftigen.

„Mit dem ARAMEA METAWORLD wollen wir Investoren die Möglichkeit geben, mit einer Wertpapierkennnummer in diese virtuelle Welt zu investieren“, erklärt Markus Barth, Vorstandsvorsitzender der ARAMEA, die Fondsauflage. „Dabei scheinen viele Titel nach den jüngsten Korrekturen wieder attraktiv bewertet.“

„Wir möchten anders als einige ETFs und Zertifikate nicht hauptsächlich auf die großen bekannten Titel setzen, die auch ein wenig im Metaversum aktiv sind, sondern uns auf die Pure Player fokussieren,“ erörtert Niklas Kühn, Manager des ARAMEA METAWORLD, das Konzept. Dabei seien sowohl Titel im Fokus, die die Infrastruktur schaffen, wie Hersteller von Virtual Reality Brillen oder Grafikkarten als auch Softwarehersteller und Plattformbetreiber. Perspektivisch könnten aber auch Unternehmen hinzukommen, die einen signifikanten Umsatzanteil rein virtuell erwirtschaften.

Das Marktpotential in diesem virtuellen Universum scheint erheblich. Bloomberg Intelligence glaubt, dass bereits 2024 rund 800 Milliarden USD im Metaverse umgesetzt werden. Anlegern, die Interesse an diesem sehr dynamischen Markt haben, stehen sowohl eine Retail (WKN A3DCAS) als auch eine institutionelle Anteilsklasse (WKN A3C55B) zur Verfügung. Letztere ist mit einer Management-Fee von lediglich 0,8% vergleichsweise günstig gepreist.

 

Chefvolkswirt Aramea Felix Herrmann

Chefvolkswirt der Aramea, Felix Herrmann

Felix Hermann, Chefvolkswirt Aramea: „Genau genommen befinden wir uns jetzt schon in einem stagflationärem Umfeld. Es ist eine Kombination aus einer stagnierenden Wirtschaftsleistung und eben einer vergleichsweisen hohen Inflation. Die Preise steigen so enorm an, wie seit 40 Jahren nicht mehr.“ Wie lange bleibt uns diese Stagflation erhalten? „Trotzdem sprechen wir über ein positives Szenario, vielleicht sind wir in der 2. Jahreshälfte 2022 schon wieder aus diesem Stagflationsumfeld wieder draußen – Die US-Wirtschaft kann vor Kraft kaum laufen!“ – Ist das jetzt eine Krise ohne Unterstützung der Zentralbanken? „Als Anleger am Anleihemarkt bzw. Rentenmarkt muss man sich nach anderen Rendite-Quellen umschauen. Im Hochzinsniveau beobachtet man eine Rendite von durchschnittlich 4,3 % bei Nachrang-Anleihen von über 5 %.“

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am 24. Februar verkündete eine sichtlich entsetzte deutsche Außenministerin: „Wir sind heute in einer anderen Welt aufgewacht.“ Auch der berühmte Autor und Politikwissenschaftler Francis Fukuyama sieht durch die Geschehnisse in der Ukraine nun endgültig „das Ende des Endes der Geschichte“ gekommen. Viele erkennen wohl zurecht zumindest das Ende jener Ordnung, in der wir seit der Beendigung des Kalten Krieges im Jahr 1991 gelebt haben. Mit dem Konflikt in der Ukraine widerfährt uns die nächste und im Vergleich mit der Corona-Krise längerfristig womöglich noch viel folgenreichere Krise.

 

Der Krieg stellt für die Weltwirtschaft und ganz besonders für Europa einen bedeutenden stagflationären Schock dar, der bei einem ungünstigen Verlauf des Krieges sogar zweistellige Inflationsraten in Deutschland und Europa sowie gleichzeitig einen erheblichen negativen Wachstumsimpuls zur Folge haben könnte. Eine Phase der Stagnation könnte jedoch dank des unterliegenden starken „Post-Corona-Wachstums“ auch in Europa eine zeitlich überschaubare Episode bleiben – hier reden wir jedoch zugegeben über ein günstiges Szenario.

 

Der Maßstab, wonach politische Börsen dazu tendieren, auf kurzen Beinen daherzukommen, sollte bei der aktuellen Krise derweil mit Vorsicht angelegt werden. Gerade die Auswirkungen der Krise auf die Energieversorgung hier bei uns in Europa werden einschneidend sein, weil sie nahezu alle Bereiche der Wirtschaft betreffen werden. Dennoch sollte die fast zynisch zu nennende Fähigkeit des Finanzmarktes, tektonische Plattenverschiebungen erstaunlich rasch abzuhaken, nicht unterschätzt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass bereits bei einer Stabilisierung der Situation in der Ukraine – ganz gleich auf welch menschlich schwer zu ertragendem Niveau – eine Gewöhnung an den Krieg unter den Anlegern erkennbar wird und eine Re-Fokussierung auf andere Themen einsetzt. Das zweite Quartal 2022 dürfte angesichts weiterhin stark erhöhter Energiepreise sowie Inflationsraten bei starker makroökonomischer Unsicherheit aber selbst bei abklingenden Stagflationsängsten ebenfalls ein volatiles werden.

 

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Felix Herrmann, CFA

Chefvolkswirt Aramea Asset Management AG

Wandelanleihen, also Anleihen die sich in Aktien umwandeln lassen, konnten im herausfordernden Umfeld der letzten Wochen erneut beweisen, dass sie Schwankungen am Aktienmarkt sehr gut abfedern können. Eines der erfolgreichsten Produkte in diesem Segment, der ARAMEA Balanced Convertible (WKN A0M2JF), hat nun erneut einen der begehrten Refinitiv Lipper Awards erhalten.

Die von Daniel Zimmer gemanagte Strategie, die laut Citywire über 5 Jahre nach Performance auf Platz 1 der Vergleichsgruppe „Wandelanleihen Europa“ liegt – und dies bei gleichzeitig geringem maximalen Drawdown – wurde über eben diesen Zeitraum in der Kategorie „Bond Convertibles Europe“ ausgezeichnet. Dabei ist der erfahrene Manager Wiederholungstäter, erhielt er doch bereits 2020 die Auszeichnung sowohl über 3 als auch über 5 Jahre.

„Ich bin sehr dankbar für diesen Award“, kommentiert Fondsmanager Zimmer. Gleichzeitig sei dies aber auch eine Verpflichtung, weiterhin mit hoher Energie für die Investoren zu arbeiten. „Ich sehe aktuell zahlreiche Chancen am Markt, da viele Papiere durch die jüngsten Kursrückgänge wieder im attraktiven Balanced-Bereich angekommen sind“, analysiert der Experte. Zudem stünden aktuell hohe Volumina an der Seitenlinie, die irgendwann den Weg zurück in den Markt finden wollen. „Gerade wenn eine hohe Unsicherheit über die weitere Entwicklung herrscht und Anleger sich eher vorsichtig wieder in den Markt tasten möchten, können Wandelanleihen eine gute Ergänzung für das Depot sein“, ist sich Zimmer sicher.

„Wandelanleihen sind für ARAMEA – als einer der führenden Hybridkapital-Spezialisten in Deutschland – eine absolute Kernkompetenz,“ kommentiert Markus Barth, Vorstandvorsitzender der ARAMEA Asset Management die Auszeichnung. „Mit dem ARAMEA Balanced Convertible haben wir eine sehr wettbewerbsfähige Strategie, die eine interessante defensive Beimischung für viele Depots sein kann.“

 

Chefvolkswirt Aramea Felix Herrmann

Chefvolkswirt der Aramea, Felix Herrmann

„Die Gemengelage ist schwierig“, sagt Aramea Volkswirt und Portfoliomanager Felix Herrmann, „die Finanzmärkte müssen sich auf einen Paradigmenwechsel der großen Notenbanken einstellen und dann droht auch noch eine militärische Auseinandersetzung in der Ukraine!“ Das kommt zur Unzeit und der Markt ist entsprechend volatil. Bei den Unternehmen sieht es deutlich besser aus. „Wir erleben den fortgesetzten Post-Corona-Aufschwung.“ Die grundsätzliche makroökonomische Lage ist gar nicht so schlecht. „Vielleicht sprechen wir am Ende des Jahres dann doch über ein gutes Kapitalmarktjahr 2022.“ Die größte Gefahr, die von einem Krieg in der Ukraine ausgeht, ist die Entwicklung bei den Energiepreisen. „Öl und Gas waren vor der Krise bereits auf dem aufsteigenden Ast!“ Es ist höchste Zeit, die Geldpolitik zu normalisieren. „Und ich glaube, dass das auch geschieht.“ Für Anleger am Rentenmarkt bedeutet das möglicherweise, mehr ins Risiko zu gehen, um bessere Renditen zu finden. „Da haben wir viel Expertise aufgebaut in den letzten Jahren.“

War früher oft einzig der Shareholder Value das Zauberwort vieler Unternehmen, hat sich diese Sichtweise spätestens seit der Finanzkrise komplett gedreht: So ist es heute unumgänglich, auch die Interessen anderer wichtiger Stakeholder zu wahren: Die der Mitarbeitenden. Ein Fondskonzept, welches dies in den Fokus seiner Anlagestrategie stellt, ist der proud@work (WKN A2PRZX).

„Wir investieren ausschließlich in Unternehmen, deren Mitarbeiter zu den zufriedensten und stolzesten der Welt zählen“, fasst Fondsinitiator Reinhard Springer die Strategie zusammen, in die er selbst investiert ist. „Das glückliche Mitarbeiter leistungsfähiger sind, ist mir aus meiner langjährigen Tätigkeit als Unternehmer sehr präsent“, so der ehemalige Werbepapst weiter. Bei der Umsetzung werde auf die Analysen von Great Place to Work® zurückgegriffen, einem internationalen Forschungs- und Beratungsinstitut, das in rund 60 Ländern weltweit Unternehmen dabei unterstützt, ihre Unternehmens- und Arbeitsplatzkultur zu entwickeln. Weltweit werden jährlich ca. 10 Millionen Menschen befragt, die in mehr als 10.000 Unternehmen tätig sind.

„Dank der Expertise von Great Place to Work®, haben wir ein Universum von weltweit etwa 300 Unternehmen zur Verfügung, aus denen wir unsere Zielunternehmen nach den üblichen Gesichtspunkten auswählen,“ erklärt Fondsmanager Lars Dollmann von der ARAMEA Asset Management. Mit dieser klaren Fokussierung auf das „S“ in ESG, wurde der Fonds nun vor kurzem als Artikel 8 eingestuft und durfte sich bei der diesjährigen Auszeichnung über ein FNG-Siegel freuen. „Da Unternehmen mit zufriedenen Mitarbeitern langfristig durchschnittlich erfolgreicher sind als der Gesamtmarkt, können Anleger hier gleich zweifach profitieren,“ freut sich der Experte. In den knapp zwei Jahren seit Auflage konnte der Fonds bereits über 40% Performance generieren (Stand 17.01.2022).

Chefvolkswirt Felix Herrmann – Aramea-Jahresausblick 2022 (Teil 2)

Chefvolkswirt Aramea Felix Herrmann

Chefvolkswirt der Aramea, Felix Herrmann

Der Aramea-Jahresausblick mit Chefvolkswirt Felix Herrmann (Teil2): In den USA steht eine „bemerkenswerte geldpolitische Wende“ an. „Die QE-Party wird ein Stück weit ein Ende finden.“ Doch können die geplanten konventionellen Maßnahmen in dieser unkonventionellen Situation überhaupt helfen? „Dadurch werden natürlich nicht mehr Container im Hafen von Shanghai verladen und nach Los Angeles geschickt. Die Notenbank versucht aber auch nicht, die Corona-Inflation zu bekämpfen, sondern schaut dezidiert auf den Arbeitsmarkt.“ Es wird wohl zu einer Schere zwischen der US-Geldpolitik und der EZB-Politik geben: „Es wird ein geldpolitisches Jahr der Divergenz. Das Ende der Dollar-Aufwertung ist aber erreicht.“ Dennoch sieht Felix Herrmann eine stärkere Wachstumsdynamik in Europa. Was bedeutet all das für den Rentenmarkt und den Aktienmarkt?

Direkt zum Jahresstart meldet die Hamburger Fondsboutique ARAMEA Asset Management AG einen weiteren Meilenstein in der rund fünfzehnjährigen Unternehmensgeschichte. So konnten die Norddeutschen die Assets under Management über den Jahreswechsel auf über 5 Mrd. Euro steigern. Erst vor rund zwölf Monaten war die Marke von 4 Mrd. Euro überschritten worden. „Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen, das uns unsere Kunden seit vielen Jahren entgegenbringen“, kommentiert Markus Barth, Vorstandsvorsitzender der ARAMEA, die aktuellen Zahlen. „Besonders freut es mich, dass unsere nachhaltigen Strategien sehr gut angenommen werden,“ so der CEO weiter. ARAMEA habe schon vor vielen Jahren die PRI (UN Principles for Responsible Investment) unterzeichnet und einige nachhaltige Strategien wie den sehr erfolgreichen ARAMEA Rendite Plus Nachhaltig (WKN A2DTL8) aufgelegt.

Die Hamburger Boutique zählt schon seit einigen Jahren zu den größten unabhängigen Vermögensverwaltern in Deutschland und war bisher vor allem durch seine Expertise bei Hybridanleihen (Nachrang- und Wandelanleihen) bekannt. „Durch gezielte Verstärkung im Personalbereich konnten wir in den letzten Jahren unsere Kernkompetenz sinnvoll ergänzen“ ist sich Rolf Hunck, Aufsichtsratsvorsitzender der ARAMEA, sicher. So seien neben Portfoliomanagern für Schwellenländeranleihen auch Experten für die Asset Allokation zum Unternehmen gestoßen. Diese geballte Expertise im Rentenbereich wird im ARAMEA Rendite Global Nachhaltig (WKN A3CNGA) gebündelt. Die erst wenige Wochen alte Strategie, die global Opportunitäten in allen Rentenmarktsegmenten sucht, konnte bereits mehr als 100 Mio. Euro einsammeln und hat somit zum Erreichen der 5 Mrd. Marke beigetragen. „Wir freuen uns sehr über das entgegengebrachte Vertrauen und sind überzeugt, dass wir mit dem neuen Fonds ein spannendes Produkt anbieten können, das mehrere interessante Bereiche aus dem Rentenbereich enthält und unsere Produktpalette sinnvoll erweitert“ so Sven Pfeil, Vorstand der ARAMEA und Manager des ARAMEA Rendite Global Nachhaltig.

Chefvolkswirt Felix Herrmann – Aramea-Jahresausblick 2022 (Teil 1)

Chefvolkswirt Aramea Felix Herrmann

Chefvolkswirt der Aramea, Felix Herrmann

Der Aramea-Jahresausblick mit Chefvolkswirt Felix Herrmann: 2022 könnte ein Jahr mit wichtigen Weichenstellungen werden. So steht in den USA eine geldpolitische Wende an, die vermutlich das wichtigste Thema des Jahres wird. Doch auch die Pandemie ist noch nicht beendet und könnte auch 2022 „volkswirtschaftliche Bremsspuren hinterlassen.“ Der größte Unsicherheitsfaktor bleibt die Coronaentwicklung. Vor allem China könnte mit der Zero-Covid-Politik speziell im Vorfeld der Olympischen Spiele ein Faktor sein. Denn die Lieferkettenprobleme sind noch nicht gelöst und haben die Wachstumserwartungen 2021 ins Jahr 2022 vertagt. Könnte 2022 „das Jahr werden, welches 2021 ursprünglich hätte werden sollen“? Immerhin drücken auch die Energiepreise und die Inflation im Generellen.