Fondsmanager Andreas Meyer über Emissionen und Risikoappetit am Anleihemarkt.

Aramea Portfoliomanagement Andreas Meyer

Fondsmanager Andreas Meyer

Corona macht sich auch am Anleihemarkt mit mehr Emissionen und mehr Risikoappetit bemerkbar. Fondsmanager Andreas Meyer: „Die Primärmarktaktivität, also dass sich Unternehmen neues Geld mit Anleihen beschaffen, hat sich gewandelt: wir sehen da unfassbar viel Aktivität. Im 1. Halbjahr haben wir schon 80 % von dem Volumen für europäische Anleihen gesehen, wie im gesamten letzten Jahr. Der Juni war sogar ein Rekordmonat“. Doch ist auch das Risiko gestiegen? Immerhin wurde vor Insolvenzen gewarnt. Und auch die normalerweise typische frühzeitige Kündigung von Hybridanleihen vor Ende der Laufzeit wurde in Frage gestellt. Was ist da zum Beispiel bei der Lufthansa zu erwarten? Und wie kommen inverse Zinskurven wie bei Total zustande?

Andreas Meyer spricht in der aktuellen Ausgabe von €uro am Sonntag über turbulente Monate an den Märkten und attraktive Renditen bei Nachranganleihen.

Der ARAMEA Rendite Plus (WKN: A0NEKQ) und ARAMEA Rendite Plus Nachhaltig (WKN: A2DTL7) halten derzeit Kupons von durchschnittlich ca. 4% und eine laufende Rendite (YTC) von über 9% p.a. Die Fonds streben auch dieses Jahr im September wieder eine Ausschüttung von ca. 3% p.a. an.

Fondsmanager Andreas Meyer zu Hybrid-Anleihen: Lufthansa Staatshilfe-Konzepte – Chance auf höheren Kupon? Beispiel Air France mit 11 % – Risiken?

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Fondsmanager Andreas Meyer

Andreas Mayer von ARAMEA: „Was wir heute und gestern am Markt schon gesehen haben, ist das Feiern der Märkte des 500 Mrd. Rettungspaket von Merkel und Macron. Das ist mit einem Umweg die Verallgemeinerung der Schulden auf EU-Ebene und dann doch Eurobonds auf Umwegen. Die Südländer profitieren davon. Es sind die Staatsanleihen von Italien, Griechenland, Spanien und Portugal auch heute am Kapitalmarkt gefragt, wie sehr, sehr lange nicht mehr. Die derzeitige Krise wird gern mit der Krise von 2008 verglichen. Nur der Unterschied ist, dass die Banken ein Teil der Lösung sind. Für uns Anleihegläubiger ist das toll denn, die Banken sind stabiler geworden. Seit einigen Wochen haben wir schon eine Hängepartie, wie die Lufthansa vom Staat gerettet werden könnte, denn das hat einen immensen Einfluss auf die Hybridanleihen, die dort nicht ausstehen. Selbst wenn die Coupons ausfallen, müssen Sie nachgezahlt werden.

Wandelanleihen, also Anleihen die sich in Aktien umwandeln lassen, konnten im herausfordernden Umfeld der letzten Wochen erneut beweisen, dass sie Schwankungen am Aktienmarkt sehr gut abfedern können. Dies liegt in erster Linie an der sogenannten Konvexität, die diese Papiere ein Stück weit automatisch dem jeweiligen Marktgeschehen anpassen. Bei fallenden Kursen kommt eher der Rentencharakter dieser Papiere zum Tragen, während bei steigenden Aktienkursen die Titel immer stärker mit der Aktienentwicklung mitlaufen. Dies ist abhängig vom sogenannten Delta der Papiere, welches angibt, wie sensibel sich eine Wandelanleihe gegenüber der jeweiligen Aktie verhält. Anders als bei einem gemischten Investment in Aktien und Anleihen entfällt somit der „Timing-Aspekt“ – nicht nur in bewegten Marktphasen.

Eines der erfolgreichsten Produkte in diesem Segment, der ARAMEA Balanced Convertible (WKN A0M2JF), hat nun die Marke von € 100 Mio. AuM erreicht. Laut Citywire liegt die Strategie aktuell sowohl über 3 als auch über 5 Jahre auf Platz 1 der Vergleichsgruppe „Wandelanleihen Europa“ und dies bei gleichzeitig geringen maximalen Drawdown. Grund genug für Lipper, den Fonds von Manager Daniel Zimmer dieses Jahr mit den Lipper Awards über 3 und 5 Jahre auszuzeichnen.

„Wir freuen uns sehr, dass uns so viele Kunden das Vertrauen schenken“, kommentiert Fondsmanager Zimmer die aktuellen Zuflüsse. „Natürlich werden wir alles versuchen, dies auch weiterhin zu rechtfertigen.“ Er sehe aktuell zahlreiche Chancen am Markt, da viele Papiere durch die jüngsten Kursrückgänge wieder im attraktiven Balanced-Bereich angekommen seien. „Durch die deutlichen Kursanstiege im Jahr 2019 waren viele Wandler unattraktiv geworden, da sie sich nur noch 1:1 mit der Aktie bewegt haben,“ erklärt Zimmer. Dies habe sich nun geändert, die Papiere seien wieder zunehmend konvex und damit besonders attraktiv und günstig bewertet. Zudem war die Aktivität am Primärmarkt mit rund $ 40 Mrd. bis Ende April ungebrochen und viele interessante Emittenten seien dazu gekommen. „Gerade, wenn Unsicherheit über die weitere Entwicklung herrscht und Anleger sich eher vorsichtig wieder in den Markt tasten möchten, können Wandelanleihen eine gute Ergänzung für das Depot sein“, ist sich Zimmer sicher.

„Wandelanleihen sind für ARAMEA – als einem der führenden Hybridkapital-Spezialisten in Deutschland – eine Kernkompetenz,“ kommentiert Markus Barth, Vorstandvorsitzender der ARAMEA Asset Management. „Im institutionellen Asset Management sind Wandler schon lange eine präferierte Anlageklasse, die – bedingt durch Solvency II – weiter an Attraktivität gewinnen sollte.“ So müssen Versicherungen auf der Suche nach Rendite bei den Eigenanlagen immer kreativer werden. Wandelanleihen sind im Vergleich zu Aktien dabei eigenkapitalschonender. Barth weiter: „Ich freue mich auch ganz persönlich für Daniel Zimmer, der gerade sein zehnjähriges Jubiläum bei ARAMEA gefeiert hat. Da ist das Erreichen der € 100 Mio. Marke sicherlich ein schönes Geschenk.“

FinanzResearch Award 2020

Die ARAMEA Asset Management AG ist von der FinanzResearch Wirtschaftsinformations GmbH für ihre Wettbewerbsstärke als „Hervorragend“ ausgezeichnet worden. Im aktuellen UAM-Report gehört ARAMEA mit Platz 11 zu den Top 3% der 516 unabhängigen Vermögensverwalter. Wie schon in den Vorjahren etabliert sich die ARAMEA Asset Management AG somit in den Top-Ranglisten der unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland.

Fondsmanager Meyer zum Bankenmarkt: Aktionäre gucken in die Röhre, Anleihegläubiger profitieren.

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Fondsmanager Andreas Meyer

Die EZB hat ihre Aktivitäten auf dem Anleihenmarkt in den Jahren seit der Finanzkrise schrittweise nach oben gefahren: Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, alles, was der Markt hergibt, wird gekauft. Eine Herausforderung, die Fondsmanager Andreas Meyer von der ARAMEA Asset Management AG gerne annimmt: „Die EZB kauf alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Allerdings keine Nachrang- oder Hybridanleihen. Das wiederum gibt uns die Chance, für unsere Kunden Anleihen mit einem sehr attraktiven Chance-Risikoprofil zu finden.“ Auch in der Weisung der Bankenaufsicht, in der Krise keine Dividenden zu zahlen, liegt eine Chance. „Stabilität geht über alles! In Zeiten, in denen die Gewinne der Banken nicht in den Himmel wachsen, ist die Weisung der Finanzaufsicht zu begrüßen. Dies ist für die Aktionäre schmerzvoll, für mich als langweiligen Anleihegläubiger jedoch positiv und stärkt das Polster.“ Was aber, wenn bei einer Anleihe plötzlich kein Coupon mehr bezahlt wird, wie aktuell bei der Rabo Bank?

In diesen schwierigen Wochen können sich nur wenige Unternehmen dem allgemeinen Trend entziehen. Während Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in den Fokus rücken, laufen die Geschäfte beim Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk hervorragend. Wie das Unternehmen jüngst mitteilte, laufe die Produktion in der Medizintechnik nicht nur auf Hochtouren, sondern wurde sogar massiv ausgeweitet. Ursache hierfür ist unter anderem ein Großauftrag der Bundesregierung über 10.000 Beatmungsgeräte, der Mitte März bekannt gemacht wurde.

In Reaktion darauf stiegen die Vorzugsaktien des Unternehmens gegen den allgemeinen Trend und notierten Ende März bei über 90 Euro (vor der Ankündigung etwas über 50 Euro).

Aus dieser Position der relativen Stärke heraus, entschied sich Drägerwerk am 23.3.2020 zu einer Kapitalmaßnahme. So kündigte das Unternehmen an, sämtliche Genussscheine der größten Serie D (570.000 Stücke) – unter Einhaltung der Kündigungsfrist von 24 Monaten – zum Ende des Kalenderjahres 2022 zu kündigen.

Papiere mit Kurssprung von +100%

Laut Unternehmen erhalten die Inhaber der Genussscheine im Januar 2023 547 Euro, was einem Gesamtvolumen von rund 310 Millionen Euro entspricht. Da sich dieser Kündigungspreis aus dem durchschnittlichen Aktienkurs der letzten drei Monate ermittelt, kommt Drägerwerk noch vergleichsweise günstig an die Papiere.

„Die positive Entwicklung des Aktienkurses und der damit einhergehende deutlich höhere Rückkaufpreis könnte ein Grund für die Kündigung zum aktuellen Zeitpunkt sein“, kommentiert Sven Pfeil, Vorstand bei der ARAMEA Asset Management AG. Zudem, so ergänzt er, bleibt nun auch abzuwarten, wann die anderen beiden Serien vom Markt genommen werden. „Diese haben die letzte Entwicklung noch nicht vollständig antizipiert.“

Der Kurs der Genussscheine zog nach dieser Ankündigung um über 90% und lag Ende März bei ca. 460 EUR, also weiterhin deutlich unterhalb des angekündigten Rückkaufkurses.

Quelle: Bloomberg LP

 

ARAMEA Nachrangfonds profitieren

Der “ARAMEA Rendite Plus” (WKN: A0NEKQ) und der “ARAMEA Rendite Plus Nachhaltig” (A2DTL7) setzen vor allem auf Nachrang- und Hybridanleihen, welche von Zinssondersituationen getrieben sind.

Andreas Meyer, Co-Fondsmanager kommentiert: „Wir freuen uns natürlich sehr, dass der lange Atem sich nun ausgezahlt hat und Alpha für unsere Fonds generiert. Vor allem die Kopplung des Kupons der Genüsse an die Dividende war aus Sicht des Emittenten sicherlich ungünstig und könnte ein weiterer Grund für die Kündigung sein.“

Beide ARAMEA Fonds sind darauf spezialisiert solche Sondersituationen am Markt zu antizipieren und sich frühzeitig in den jeweiligen Papieren zu positionieren. Die Kündigungswahrscheinlichkeiten bei vielen Papieren erscheinen weiterhin ausgepreist. „Dies betrifft vor allem die von der Regulatorik betroffenen Nachranganleihen von Banken und Versicherungen. Der jüngste Risk-Off Modus kreiert interessante Chancen wobei wir uns z.T. Renditen von über 10% p.a. einkaufen können. Hier sehen wir in den kommenden Jahren sehr spannende Renditemöglichkeiten, die eine tolle Diversifikationsmöglichkeit bieten“, so Meyer weiter.

 

 

Investments in europäische Banken – „positiv für Anleihegläubiger, eher negativ für Aktionäre“:

Aramea Portfoliomanagement Andreas Meyer

Fondsmanager Andreas Meyer

Investments in europäische Banken? Davon hat man in den vergangenen Jahren eigentlich nur Ablehnung gehört. Fondsmanager Andreas Meyer von Aramea ist Spezialist für Fixed Income und investiert gerne in europäische Banken – mit Nachranganleihen. Warum profitiert er da von genau den regulatorischen Themen, die die Aktionäre eher verschrecken? Wie ist der Unterschied zwischen Europa und USA. Welche Folgen haben Corona und die aktuellen Handlungen der Notenbanken?

ESG als Kriterium bei Fixed Income – Definition, Investmentansatz und Beispiele:

Aramea Portfoliomanagement Andreas Meyer

Fondsmanager Andreas Meyer

Nachhaltigkeit und Klima sind in aller Munde, nicht zuletzt aktuell auf dem World Economic Forum in Davos. Für die Aramea Asset Management AG ist das Thema ESG als Kriterium auch im Bereich Fixed Income relevant. Nach welchen Kriterien wird Nachhaltigkeit und ESG hier definiert? Warum orientiert sich ARAMEA dabei an Österreich? Wie wird investiert? Und warum sind die Commerzbank und die Credit Suisse Negativbeispiele, Scor aus Frankreich dagegen ein Positivbeispiel? Hat diese Art zu investieren auch Auswirkung auf die Unternehmen?

Die Service-KVG HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH und ihr langjähriger Fonds- und Geschäftspartner, die ARAMEA Asset Management AG, gründen eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft. Ab Anfang des Jahres 2020 hat die PUNICA Invest GmbH den Vertrieb von ARAMEA-Produkten und den konzernfremden Vertrieb der HANSA-Fonds-Produkte übernommen. Im Fokus der neuen Gesellschaft steht der professionelle Vertrieb.

Punica Invest

 

„Sowohl ARAMEA als auch HANSAINVEST haben das Ziel, die Vertriebskraft in ihren Produkten zu erhöhen sowie sich vertrieblich breiter und diversifizierter aufzustellen. Zudem wollen wir die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit durch die Kooperation bei der Gründung der Gesellschaft weiter festigen und ausbauen“, erläutert Markus Barth, Vorstand der ARAMEA Asset Management AG.

„Als erfahrener Vermögensverwalter vertreibt ARAMEA bereits seit Jahren erfolgreich ihre Produkte an professionelle Kunden. Damit ist ARAMEA für uns nicht nur ein idealer Partner, sondern wird auch das operative Geschäft der Gesellschaft übernehmen.“, sagt Dr. Jörg W. Stotz, Sprecher der Geschäftsführung bei der HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH. „Mit der neuen Gesellschaft haben wir zudem die Möglichkeit, unser Angebot für White-Label- bzw. Service-KVG-Kunden um einen weiteren Baustein zu erweitern und gleichzeitig unser Alleinstellungsmerkmal als One-Stop-Shop weiter zu intensivieren.“

Über ARAMEA Asset Management
Die in Hamburg ansässige ARAMEA Asset Management AG gehört mit einem verwalteten Volumen von über 3 Mrd. EUR zu einem der größten von Banken und Finanzinstitutionen unabhängigen Asset Managern in Deutschland. ARAMEA bietet die Verwaltung von Publikums- und Spezialfonds sowie Vermögensverwaltungsmandaten an. Im Mittelpunkt der Investmentphilosophie steht der Kunde mit seinen individuellen Rendite- und Risikozielen – maßgeschneiderte Lösungen inbegriffen. Eine der Kernkompetenzen bilden Nachrang- und Hybridanleihen. In diesem Segment kann das Unternehmen auf langjährige Erfahrungen zurückblicken und wurde für seinen Fonds, den ARAMEA Rendite Plus, bereits mehrfach unter anderem von Morningstar und Lipper ausgezeichnet.

Mehr Informationen unter www.aramea-ag.de

Über HANSAINVEST
Die Kapitalverwaltungsgesellschaft HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH wurde 1969 gegründet und ist Teil der SIGNAL IDUNA Gruppe. Als unabhängige Service-KVG für Real und Financial Assets erbringt die Hamburger Gesellschaft vielfältige Dienstleistungen rund um die Administration von liquiden und illiquiden Assetklassen. Der Hauptsitz befindet sich in Hamburg, zudem ist das Unternehmen mit einer Niederlassung in Frankfurt präsent. Über ein Tochterunternehmen ist die HANSAINVEST auch in Luxemburg vertreten. Aktuell werden von mehr als 190 Mitarbeitern mehr als 240 Publikums- und über 110 Spezialfonds mit Vermögenswerten von knapp 40 Milliarden Euro administriert. Die HANSAINVEST wurde im Jahr 2018 durch das „Private Banker“-Magazin zum vierten Mal in Folge als „Beste Service-KVG“ ausgezeichnet. (Stand der Daten: 31.12.2019).

Mehr Informationen unter www.hansainvest.de

Presseanfragen:

ARAMEA Asset Management AG
Simone Heinsius
Kleine Johannisstraße 4 • D – 20457 Hamburg • Telefon +49 40 866 488-114
simone.heinsius@aramea-ag.de

HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH
Dirk Wechmann • Marketing & Corporate Communications
Kapstadtring 8 • D – 22297 Hamburg • Telefon +49 40 300 57-62 92
dirk.wechmann@hansainvest.de

 

Kontakt:

PUNICA Invest GmbH – www.punica-invest.de
Mirko Ranno
Kleine Johannisstraße 4 • D – 20457 Hamburg • Telefon +49 40 866 488-122
mirko.ranno@punica-invest.de