News

Die Banco Santander hat in der Nacht vom 26.09.2019 auf den 27.09.2019 bekanntgegeben, eine Nachranganleihe alten Formates zu kündigten (sog. Call) und damit vom Markt zu nehmen. Bei der Anleihe (ISIN DE000A0DEJU3) handelt es sich um eine Floater-Nachranganleihe, welche im Jahr 2004 begeben wurde. Anleihen mit einem Floater-Charakter, passen ihren Kupon regelmäßig an den Marktzins an.

Zur Stabilisierung des Bankenmarktes haben die Regulierungsbehörden vor einigen Jahren neue Vorschriften erlassen, wie Banken ihre Finanzierungsstruktur zu Gunsten der Stabilität strukturieren sollen. In einer Übergangsphase soll Basel III bis Ende 2021 dafür sorgen, dass Nachranganleihen alten Formats keinen Teil der Bankbilanzen mehr ausmachen und durch neue Anleihen ersetzt werden. Genau dieser Prozess war nun einmal mehr mit der Bilanzmaßnahme der größten spanischen Bank am Markt zu beobachten. Der folgende Chart zeigt die Kursbewegung, die am Markt zu beobachten ist, wenn Kündigungen ausgesprochen werden:

Santander

Abbildung: Santander Kapitalmarktfloater (ISIN: DE000A0DEJU3) – Kurssprung von 67 auf 100 nach Call-Ankündigung / Quelle: Bloomberg

Das Fondsmanagement um Sven Pfeil und Andreas Meyer steht dabei im engen Austausch mit Emittenten und Regulierungsbehörden. Dieser Austausch ermöglicht einen Einblick in die Wirkungsmechanismen zwischen Regulator und Bank. Lange Zeit hat der Markt Kündigungen in diesem Segment ausgeschlossen und eine solche Option in die Bewertung der Anleihen nicht einbezogen. Die Maßnahme Santanders stellt unter Beweis, dass sich die Ausnutzung regulatorischer Sondersituationen weiterhin auszahlt.

Sowohl der „Aramea Rendite Plus“ (WKN: A0NEKQ) als auch der „Aramea Rendite Plus Nachhaltig“ (WKN: A2DTL7) sind in diese Anleihe aber auch in weitere ähnliche Strukturen investiert.